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# Vom Developer zum Test Automation Engineer: Ein Karriereweg

            **Podcast:**

   [Software Testing &amp; Qualität - Testautomatisierung, KI &amp; Agilität](/podcast/software-testing-qualitaet-testautomatisierung-ki-agilitaet)

              **Erscheinungsdatum:**

   14. April 2026

            **Länge:**

   00:23:22

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://www.richard-seidl.com/de/podcast/vom-entwickler-zum-tester)

 ![Vom Developer zum Test Automation Engineer - Benjamin Bischoff](https://www.botcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-08/b80b5182-a747-41c1-933b-b920b319f70e.jpg.webp?itok=Uc9Cq7ZH)

###   Vom Developer zum Test Automation Engineer - Benjamin Bischoff

   14. April 2026 · [Software Testing &amp; Qualität - Testautomatisierung, KI &amp; Agilität](/podcast/software-testing-qualitaet-testautomatisierung-ki-agilitaet)

Wie wird man eigentlich zum Experten für Testautomatisierung? Für viele führt der Weg über das manuelle und explorative Testen. Doch was passiert, wenn ein erfahrener Softwareentwickler die Seiten wechselt? In einer neuen Folge des Podcasts *Software Testing &amp; Qualität*, aufgezeichnet auf dem QS-Tag 2025 in Frankfurt, spricht Host Richard Seidl mit Benjamin Bischoff über dessen faszinierenden Karriereweg. Benjamin, einst Web- und Spieleentwickler, ist heute ein passionierter Test Automation Engineer. Dieses Gespräch beleuchtet, welchen einzigartigen Mehrwert Entwickler-Know-how in die Qualitätssicherung einbringt, warum altbewährte Werkzeuge wie Selenium immer noch unschlagbar sein können und wie KI die Rolle des Testers nicht bedroht, sondern wichtiger denn je macht. Die Episode bietet damit wertvolle Einblicke für alle, die an der Schnittstelle von Entwicklung und Qualität arbeiten - vom erfahrenen Tester bis zum neugierigen Entwickler.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Entwickler-Mindset als Superkraft:** Benjamin Bischoffs Hintergrund in der Softwareentwicklung ermöglicht es ihm, Prinzipien wie Clean Code und Design Patterns auf die Testautomatisierung anzuwenden. Sein Leitsatz lautet: Test-Code ist vollwertige Software und verdient die gleiche Sorgfalt wie der Produktivcode.
- **Die ideale Kombination:** Die effektivsten Teams für Testautomatisierung entstehen, wenn das tiefe methodische Wissen von Testern auf die architektonische Stärke von Entwicklern trifft. Benjamin beschreibt, wie er und seine Kollegen sich gegenseitig ergänzen und voneinander lernen.
- **Werkzeug-Expertise statt Hype-Jagd:** Anstatt jedem neuen Trend wie Playwright oder Cypress zu folgen, plädiert Benjamin für die tiefe Beherrschung eines Werkzeugs. Für ihn bleibt Selenium die erste Wahl, da es auf echten Browsern testet und maßgeblich an der Definition von Webstandards (W3C) beteiligt ist.
- **KI als Assistent, nicht als Ersatz:** KI-Tools wie Copilot sind bereits feste Bestandteile seines Arbeitsalltags. Er warnt jedoch vor überzogenen Heilsversprechen vieler kommerzieller KI-Testwerkzeuge und prognostiziert, dass die Flut an KI-generiertem Code die Notwendigkeit für menschliche Test-Expertise massiv erhöhen wird.
- **Grundlagen vor Frameworks:** Wer in die Testautomatisierung einsteigen möchte, sollte sich zuerst auf die fundamentalen Prinzipien der Programmierung konzentrieren und nicht auf ein spezifisches Tool. Dieses Fundament macht den späteren Umgang mit jeder Technologie einfacher und nachhaltiger.

## Vom Entwickler zum Test-Automatisierer: Einblicke in einen ungewöhnlichen Karriereweg

Benjamin Bischoffs Reise in die Welt der Softwarequalität begann nicht im Testlabor, sondern direkt im Code. Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung arbeitete er als selbstständiger Web- und Flash-Entwickler. Seine Leidenschaft für die damals populäre Programmiersprache ActionScript führte ihn schließlich in die Spielebranche, wo er sechs Jahre bei Ubisoft tätig war. Dort kam er zum ersten Mal intensiv mit professionellen QA-Prozessen, Testverfahren und Werkzeugen wie Selenium in Berührung. Dieser Kontakt war für ihn ein Augenöffner: Er erkannte, dass die reine Erstellung von Software nur die halbe Miete ist. Die wahre Herausforderung und sein persönlicher Anspruch lagen darin, qualitativ hochwertige, fehlerfreie und nutzerfreundliche Produkte zu schaffen. Fasziniert von der Möglichkeit, Browser-Tests automatisiert ablaufen zu sehen, wuchs in ihm der Wunsch, sich auf diesen Bereich zu spezialisieren. Da eine Weiterentwicklung in diese Richtung bei seinem damaligen Arbeitgeber nicht möglich war, traf er die bewusste Entscheidung, eine Rolle als Test Automation Engineer anzunehmen, die er nun seit fast einem Jahrzehnt ausfüllt.

## Der Mehrwert von Entwickler-Skills in der Testautomatisierung

Der Wechsel von der Entwicklung zum Testen hat Benjamin eine einzigartige Perspektive verschafft. Er beobachtet einen deutlichen Unterschied zwischen Automatisierungsexperten mit Entwickler- und solchen mit Tester-Hintergrund. Während Tester, die in die Automatisierung wechseln, oft einen unschätzbaren Instinkt dafür mitbringen, wo Fehler zu finden sind, bringt er die Prinzipien des Software Craftsmanship ein. Konzepte wie Clean Code, Design Patterns und eine saubere Softwarearchitektur sind für ihn nicht nur auf die Produktentwicklung anwendbar, sondern ein Muss für nachhaltige Testautomatisierung. Sein zentrales Credo lautet, dass Test-Software ebenfalls Software ist und denselben Qualitätsstandards genügen muss. Ein schnell geschriebenes Skript mag kurzfristig eine Lösung sein, aber für langlebige und erweiterbare Test-Frameworks, wie er sie in seinem Unternehmen betreut, sind diese Grundlagen entscheidend.

Besonders fruchtbar wird diese Konstellation im Team. Benjamin beschreibt die Zusammenarbeit mit einem Kollegen, der aus der klassischen QA kommt und seine frühere Rolle übernommen hat. In diesem Tandem findet ein ständiger Wissenstransfer statt: Benjamin teilt seine Expertise in Softwarearchitektur und Code-Qualität, während er im Gegenzug tiefere Einblicke in Testmethoden und das strategische Aufspüren von Fehlern gewinnt. Diese Synergie aus technischer Exzellenz und testmethodischer Finesse ist für ihn die ideale Basis für eine schlagkräftige Qualitätssicherung.

## Werkzeugwahl im Wandel: Warum Selenium noch immer relevant ist

In einer Zeit, in der neue Frameworks wie Playwright und Cypress den Markt dominieren, hält Benjamin bewusst an Selenium fest. Seine Haltung ist kein Festhalten an veralteter Technologie, sondern eine strategische Entscheidung. Er argumentiert, dass tiefgehendes Wissen über ein einziges, mächtiges Werkzeug wertvoller ist als oberflächliche Kenntnisse vieler verschiedener Tools. Er kennt den Code von Selenium, versteht seine interne Funktionsweise und kann dessen Stärken und Schwächen präzise einschätzen.

Aus seiner Sicht hat Selenium entscheidende Vorteile: Es steuert echte Browser und nicht nur deren Rendering-Engines, was zu realistischeren Testergebnissen führt. Besonders beim Testen auf echten mobilen Endgeräten sieht er Selenium weiterhin im Vorteil. Zudem wird oft übersehen, dass die Selenium-Community nicht nur das Tool pflegt, sondern auch aktiv an der Definition von W3C-Standards für die Browser-Automatisierung mitwirkt. Damit ist Selenium tief in der Infrastruktur des modernen Webs verankert. Die Prinzipien, die heute in Tools wie Playwright gefeiert werden, haben oft ihren Ursprung in der langjährigen Entwicklungsgeschichte von Selenium.

## KI als Werkzeug, nicht als Ersatz: Die Zukunft der Testautomatisierung

KI ist für Benjamin und sein Team längst kein Zukunftsthema mehr, sondern ein täglicher Begleiter. Der Einsatz von Tools wie GitHub Copilot, Claude oder spezialisierten Code-Review-Assistenten wie CodeRabbit ist fest im Arbeitsalltag verankert. Das Management fördert diesen Einsatz aktiv, um Erfahrungen zu sammeln und das Potenzial der Technologie auszuloten. Gleichzeitig erlebt Benjamin täglich die Grenzen und Risiken von KI. Sein Gefühl schwankt, wie er humorvoll anmerkt, stündlich zwischen Begeisterung über die Möglichkeiten und Sorge vor den Konsequenzen.

Er warnt vor den überzogenen Versprechen vieler kommerzieller KI-Testlösungen, die suggerieren, ganze QA-Teams ersetzen zu können. Bei genauerer Evaluation entpuppen sich diese oft als weniger revolutionär als beworben. Stattdessen sieht er eine andere, viel wichtigere Entwicklung: Da immer mehr Code von KI-Systemen generiert wird, steigt der Bedarf an rigoroser Qualitätssicherung exponentiell an. In Zukunft wird es weniger darum gehen, Code zu schreiben, sondern vielmehr darum, die Qualität des von Maschinen erzeugten Codes zu überprüfen und zu validieren. In dieser neuen Welt wird die Rolle des menschlichen Testers und Test-Automatisierers nicht überflüssig, sondern zentral für den Erfolg von Softwareprojekten.

## Praktische Schritte für den Einstieg in die Testautomatisierung

Für Tester, die den Sprung in die Automatisierung wagen wollen, aber Respekt vor der Technik haben, gibt Benjamin klare und umsetzbare Ratschläge. Sein Ansatz stellt das Verständnis über die reine Werkzeugbedienung.

1. **Prinzipien vor Werkzeugen:** Konzentriere dich zunächst nicht auf ein bestimmtes Framework. Investiere deine Zeit stattdessen in das Erlernen fundamentaler Programmierkonzepte. Beschäftige dich mit den Grundlagen von Clean Code und einfachen Design Patterns. Dieses Wissen ist universell und hilft dir später, jedes Werkzeug schneller und besser zu verstehen.
2. **Klein anfangen mit Skripten:** Suche dir eine kleine, sich wiederholende manuelle Aufgabe in deinem Alltag. Versuche, diese mit einem einfachen Skript zu automatisieren. Ob du dafür eine Bash, Python oder eine andere Sprache nutzt, ist zweitrangig. Das Ziel ist, ein Gefühl für die Logik zu entwickeln und erste Erfolgserlebnisse zu sammeln, die dir die Angst vor dem Coden nehmen.
3. **Mentoring und Austausch suchen:** Der schnellste Weg zu lernen, ist von anderen. Suche dir erfahrene Kolleginnen und Kollegen - sei es aus der Entwicklung oder der QA - und bitte sie um Unterstützung. Schaut euch gegenseitig bei der Arbeit über die Schulter. Der Austausch verschiedener Perspektiven ist unbezahlbar und beschleunigt deine Lernkurve enorm.

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  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Ich beschäftige mich beruflich wie privat mit Künstlicher Intelligenz - von konkreten Tools im Arbeitsalltag bis zu den größeren Fragen, die dabei aufkommen. Viele der Themen, die in Podcasts besprochen werden, begegnen mir in Projekten immer wieder. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ordne sie aus der Praxis ein.

[Mehr über das Projekt Botcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  Testen und Qualität  ](/podcasts/themen/testen-qualitaet)
- [  Softwareentwicklung mit KI  ](/podcasts/themen/softwareentwicklung-mit-ki)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Botcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts rund um Künstliche Intelligenz. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

   In dieser Episode spreche ich mit Benjamin Bischoff über seinen Weg vom Webentwickler zum Test Automation Engineer – und warum dieser Perspektivwechsel alles verändert hat. Benjamin erklärt, welchen entscheidenden Vorteil Entwickler in der Testautomatisierung haben, aber auch wo ihre blinden Flecken liegen. Wir sprechen darüber, warum Selenium trotz Playwright-Hype seine Berechtigung hat, wie man als Tester ohne Programmier-Hintergrund in die Automatisierung einsteigt und weshalb KI die Rolle des Software Testing nicht ersetzt, sondern dramatisch aufwertet. Am Ende steht eine klare These: Wenn künftig KI den Großteil des Codes schreibt, wird Testen zur kritischsten Disziplin überhaupt.