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# KI im Projektmanagement: Strategien für die Zusammenarbeit mit KI

            **Podcast:**

   [Kollegin KI](/podcast/kollegin-ki)

              **Erscheinungsdatum:**

   4. August 2026

            **Länge:**

   00:49:49

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://kollegin-ki.podigee.io/62-ki-im-projektmanagement-wer-fuhrt-hier-wen)

 ![KI im Projektmanagement: Wer führt hier wen?](https://www.botcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-08/145e520f-1b21-441f-bb00-72786d0245be.jpg.webp?itok=IQdE5hY8)

###   KI im Projektmanagement: Wer führt hier wen?

   4. August 2026 · [Kollegin KI](/podcast/kollegin-ki)

Wie genau verändert Künstliche Intelligenz das Projektmanagement? Reicht es, ein neues Tool wie ChatGPT zu beherrschen, oder steht uns ein fundamentaler Wandel bevor, der die Grundfesten der Zusammenarbeit erschüttert? Im Podcast *Kollegin KI* von Podstars by OMR geht Host Max Mundhenke dieser Frage auf den Grund. Nachdem er ihren Vortrag auf der re:publica wegen Überfüllung verpasste, hat er die beiden Expertinnen direkt ins Studio eingeladen: Professorin Doris Wessels, eine Koryphäe an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis, und Claudia Jahnke, eine erfahrene Projektmanagement-Beraterin und Coach. Gemeinsam entfalten sie ein vielschichtiges Bild, das weit über einfache Effizienzsteigerung hinausgeht und die Kernkompetenzen von Projektmanagerinnen und -managern neu definiert. Diese Episode ist ein Muss für alle, die Projekte leiten und KI nicht nur als Werkzeug, sondern als strategischen Partner verstehen wollen.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **KI als unterstützender Partner, nicht als Ersatz:** KI kann repetitive Aufgaben wie Protokollierung, Recherche oder die Erstellung von Statusberichten übernehmen. Die strategische und menschliche Führung, insbesondere bei der Klärung von Zielen und der Stakeholder-Kommunikation, bleibt jedoch eine zentrale menschliche Aufgabe.
- **Menschliche Kompetenzen sind entscheidend:** Empathie, Beziehungsmanagement und das Verständnis für den nonverbalen Kontext eines Projekts sind Fähigkeiten, die eine KI nicht ersetzen kann. Erfolgreiches Projektmanagement, so betonen beide Expertinnen, wird weiterhin mit Menschen gewonnen, nicht mit Tools.
- **Prozesse vor Tools:** Die bloße Einführung eines KI-Werkzeugs in bestehende Abläufe ist zu kurz gedacht. Unternehmen müssen zuerst ihre Prozesse kritisch hinterfragen und neu gestalten, um das Potenzial von KI wirklich auszuschöpfen.
- **Aufstieg des KI-Leaderships:** Die Zusammenarbeit in hybriden Teams aus Menschen und KI-Agenten erfordert eine neue Führungskompetenz. Projektleitende müssen lernen, KI-Systeme souverän zu steuern, ihre Ergebnisse zu validieren und die finale Verantwortung zu tragen.
- **Die Gefahr der Schatten-KI:** Die intransparente Nutzung von KI-Tools durch Mitarbeitende (Schatten-KI) untergräbt das Vertrauen und erschwert die realistische Planung. Eine offene Kommunikationskultur und klare Richtlinien sind unerlässlich.

## Vom Werkzeug zur Kollaboration: KI als Sparringspartner

Zu Beginn stellt Doris klar, dass KI im Projektmanagement bereits heute ganz pragmatisch für mehr Effizienz sorgt. Aufgaben wie Recherche, das Verfassen von Protokollen oder die Vorbereitung von Entscheidungsunterlagen lassen sich beschleunigen. Doch sie warnt davor, dies als reinen Produktivitätsgewinn zu missverstehen. Die wahre Kompetenz liegt nicht darin, ein KI-Tool bedienen zu können, sondern darin, die von der KI erstellten Ergebnisse fachlich zu bewerten, zu validieren und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Es geht darum, in der Mensch-Maschine-Interaktion die Führung zu behalten.

Claudia ergänzt diese Sicht aus der Praxis. Sie betont, dass Projekte seit jeher mit Menschen und nicht mit Methoden oder Tools gewonnen werden. Ein grundlegendes Problem, das auch keine KI lösen kann, sind unklare Projektaufträge - der klassische Fall von Machen Sie mal. KI kann bei der Risikobewertung oder Aufwandschätzung für standardisierte Projekte helfen, doch die Einzigartigkeit und die Unsicherheiten komplexer Vorhaben erfordern menschliches Urteilsvermögen. Die durch KI gewonnene Zeit, so Claudia, sollte daher in die wirklich wichtigen Aufgaben fließen: Auftragsklärung, Entscheidungsfindung und vor allem Führung.

## Die Grenzen der Automatisierung: Warum der Mensch unersetzlich bleibt

Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Unersetzlichkeit menschlicher Fähigkeiten. Doris erklärt, dass ein guter Projektleiter das formulierte Ziel eines Auftraggebers niemals unreflektiert übernimmt. Stattdessen agiert er als Sparringspartner, taucht tief in den Kontext ein und hinterfragt, was das *wahre* Ziel ist. Diese Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen und Beziehungen zu pflegen, bezeichnet sie als entscheidende Beobachtungskompetenz.

Claudia untermauert dies mit einer humorvollen Anspielung auf die Spice Girls: Man muss fragen, What do you really, really want?. In großen Change-Projekten, wie der Migration von ERP-Systemen oder der Einführung der E-Akte in der öffentlichen Verwaltung, scheitern Projekte selten an der Technik, sondern an menschlichen Faktoren und unklaren Entscheidungen. Eine KI kann Entscheidungsvorlagen erstellen, aber sie kann Führungskräften nicht die schmerzhafte, aber notwendige Verantwortung abnehmen, alte Zöpfe abzuschneiden und Veränderungen voranzutreiben.

## New Skilling und KI-Leadership: Die Kompetenzen der Zukunft

Die Integration von KI führt zu einer grundlegenden Kompetenzverschiebung. Doris stellt hierfür den Begriff des New Skilling vor. Statt nur über den Verlust von Fähigkeiten (D-Skilling) zu sprechen, betont sie die Entstehung neuer, emergenter Kompetenzen in der Interaktion mit KI. Dazu gehören vor allem metakognitive und reflexive Fähigkeiten. KI wird zum ständigen Sparringspartner, der uns herausfordert, unsere eigene Rolle und unsere Entscheidungen permanent zu reflektieren.

Diese Entwicklung mündet in der Notwendigkeit eines KI-Leaderships. In Zukunft werden Projektteams als hybride agentische Unternehmen agieren, in denen Menschen mit KI-Kollegen zusammenarbeiten. Führungskräfte müssen diese neuen Teams managen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Es besteht die Gefahr, sich von der KI verführen zu lassen und in eine Abhängigkeit zu geraten. Die zentrale These lautet daher: Der Mensch muss Chef im Ring bleiben und lernen, KI souverän zu führen.

## Die Herausforderung der Schatten-KI: Transparenz und Vertrauen

Ein kritisches Thema, das beide Expertinnen ansprechen, ist die sogenannte Schatten-KI - die heimliche Nutzung von KI-Tools am Arbeitsplatz. Diese Intransparenz schafft ein Klima des Misstrauens. Führungskräfte können nicht mehr beurteilen, wie Ergebnisse zustande gekommen sind, was besonders in Bereichen wie der öffentlichen Verwaltung, wo Entscheidungen nachvollziehbar und gesetzeskonform sein müssen, problematisch ist.

Es entbrennt eine spannende Debatte zwischen Max und Doris über die Kennzeichnungspflicht. Max argumentiert, er weise ja auch nicht auf die Nutzung von Google oder Strom hin. Doris kontert, dass die Frage der Wertschöpfung und Authentizität entscheidend ist: Wären wir bereit, für einen Zeitungsartikel oder einen Podcast zu bezahlen, wenn wir wüssten, dass er vollständig von einer KI generiert wurde? Diese Unsicherheit, so Claudia, wirkt sich direkt auf das Projektmanagement aus, etwa bei der Aufwandsschätzung in Planungsworkshops. Wenn unklar ist, wer welche Unterstützung nutzt, wird eine gemeinsame Basis für Planung und Vertrauen erodiert.

## Praktische Schritte für Projektmanager

Wie kannst du dich und dein Team nun auf diese neue Ära des Projektmanagements vorbereiten? Die Expertinnen geben dir konkrete Ratschläge an die Hand:

1. **Denke in Prozessen, nicht in Tools:** Widerstehe der Versuchung, einfach nur ein neues KI-Tool einzuführen. Analysiere und hinterfrage zuerst deine bestehenden Projektmanagement-Prozesse. Digitalisiere keine fehlerhaften Abläufe, sondern nutze die Gelegenheit, sie von Grund auf zu verbessern.
2. **Nutze gewonnene Zeit für die Tiefe:** Setze KI gezielt ein, um dich von repetitiven Aufgaben zu entlasten. Investiere die so gewonnene Zeit in das, was wirklich zählt: eine saubere Auftragsklärung, intensives Stakeholder-Management und die strategische Ausrichtung des Projekts.
3. **Entwickle dein KI-Leadership:** Betrachte dich als Dirigent eines hybriden Teams. Lerne, die Stärken von Mensch und Maschine optimal zu kombinieren. Deine Aufgabe ist es, KI-Ergebnisse kritisch zu validieren, die Richtung vorzugeben und die finale Verantwortung zu tragen.
4. **Fördere eine Kultur der Transparenz:** Sprich offen im Team über den Einsatz von KI. Schafft gemeinsam klare Richtlinien, um die Nutzung von Schatten-KI zu vermeiden. Nur so könnt ihr Vertrauen aufbauen und eine verlässliche Planungsgrundlage sichern.
5. **Bleibe neugierig und anpassungsfähig:** Die Welt der KI verändert sich rasant. Lebenslanges Lernen ist keine Floskel mehr, sondern eine Notwendigkeit. Bleibe offen für neue Entwicklungen, bilde dich kontinuierlich weiter und sei bereit, deine Arbeitsweise immer wieder anzupassen.

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  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Ich beschäftige mich beruflich wie privat mit Künstlicher Intelligenz - von konkreten Tools im Arbeitsalltag bis zu den größeren Fragen, die dabei aufkommen. Viele der Themen, die in Podcasts besprochen werden, begegnen mir in Projekten immer wieder. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ordne sie aus der Praxis ein.

[Mehr über das Projekt Botcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  KI-Agenten und Automatisierung  ](/podcasts/themen/ki-agenten-automatisierung)
- [  KI-Strategie  ](/podcasts/themen/ki-strategie)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Botcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts rund um Künstliche Intelligenz. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  In dieser Folge von „Kollegin KI“ begrüßt Host Max Mundhenke ein hochkarätiges Duo: Die Wirtschaftsinformatik-Professorin Doris Weßels und Projektmanagement-Coachin Claudia Jahnke beleuchten das Zusammenspiel von künstlicher Intelligenz und modernem Projektmanagement. Im Fokus steht die These, dass KI standardisierte Prozesse zwar rasant beschleunigt, aber erst durch „AI-Leadership“ und echte menschliche Verantwortung zum Erfolg führt. Die Expertinnen diskutieren die Entstehung hybrider Teams und warnen vor Kontrollverlust durch intransparente Schatten-KI. Ein Plädoyer für den „Tigerblick“ auf wahre Projektziele, das zeigt: Projekte werden auch in der agentischen Ära vor allem durch Menschen gewonnen.

Das sind die Themen der Kollegin KI Episode mit Claudia Jahnke und Doris Weßels:

Faktor Mensch zählt: Warum Methoden und Tools wichtig sind, Projekte letztlich aber immer von Menschen gewonnen und gesteuert werden. Prozesse neu denken: Wo bloße Toolgläubigkeit zu kurz greift und wieso bestehende Abläufe radikal hinterfragt werden müssen, damit KI ihr Potenzial entfalten kann. Gefahr durch Schatten-KI: Welche Risiken die intransparente Nutzung von KI-Tools am Arbeitsplatz birgt und warum sie Vertrauen in Team zerstören kann.Kompetenz durch New Skilling: Welche Fähigkeiten Projektmanager\*innen neben technischem Wissen entwickeln müssen, wenn sie „Chef\*in im Ring“ bleiben wollen.Führung hybrider Teams: Wie sich Projektleitung in der agentischen Ära zur anspruchsvollen Aufgabe des Managements von Mensch-Maschine-Konstrukten wandelt.Wert der Domänenkompetenz: Warum tiefes fachliches Wissen fundamental bleibt, um die rasant generierten Ergebnisse einer KI validieren und verantworten zu können. Der Chatbot zur Folge: [https://bio.to/KolleginKI\_Chatbot](https://bio.to/KolleginKI_Chatbot)

Doris Weßels bei Linkedin: <https://www.linkedin.com/in/doris-weßels-66a47711/>

Mehr zu Claudia Jahnke auf ihrer Website: <https://claudia-jahnke.de>

Max bei Linkedin: <https://www.linkedin.com/in/tomkraftwerk>

Produktion: Podstars by OMR