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# ChatGPT Werbung und KI-Datennutzung: Strategien für Unternehmen

            **Podcast:**

   [Kollegin KI](/podcast/kollegin-ki)

              **Erscheinungsdatum:**

   21. August 2026

            **Länge:**

   00:09:52

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://kollegin-ki.podigee.io/68-snackbox-kw34)

 ![Werbung bei ChatGPT, das neue Gold: Insolvenzen, Future Feld | Snackbox KW34](https://www.botcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-08/cb3a9987-5c88-48cf-aa0f-0a0adb530ba9.jpg.webp?itok=Om6jAhei)

###   Werbung bei ChatGPT, das neue Gold: Insolvenzen, Future Feld | Snackbox KW34

   21. August 2026 · [Kollegin KI](/podcast/kollegin-ki)

OpenAI führt Werbung bei ChatGPT ein, Google kauft sensible Daten insolventer Firmen für KI-Training, und ein KI-Projekt visualisiert die Zukunft des Tempelhofer Feldes. Diese Entwicklungen zeigen, wie die Monetarisierung von KI-Diensten voranschreitet und wie wertvoll einzigartige Datensätze für das Training von Sprachmodellen geworden sind. In der Snackbox für die Kalenderwoche 34 des Podcasts [*Kollegin KI*](https://www.botcaster.de/podcast/kollegin-ki), produziert von Podstars by OMR, gibt Host Max Mundhenke einen kompakten Überblick über die wichtigsten KI-Nachrichten. Er analysiert die wirtschaftlichen Hintergründe der neuen Werbestrategie von OpenAI, beleuchtet die Datenschutzrisiken beim Handel mit Unternehmensdaten und stellt sein eigenes kreatives KI-Projekt vor, das für mediales Aufsehen sorgt. Die Folge richtet sich an alle, die die kommerziellen und gesellschaftlichen Auswirkungen von KI im Auge behalten wollen.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Werbung bei ChatGPT:** Ab dem 24. August wird OpenAI auch in 31 europäischen Märkten Werbung für kostenlose Nutzer von ChatGPT schalten, um die enorme, aber nicht zahlende Nutzerschaft zu monetarisieren.
- **Datenschutz vs. Effizienz:** Die Anzeigen sollen laut OpenAI zunächst von den Nutzerprofilen entkoppelt sein. Max Mundhenke sieht darin eine verpasste Chance, da gerade die detaillierten Nutzerprofile von Chatbots ein enormes Potenzial für hocheffiziente, personalisierte Werbung bieten.
- **Daten als Rohstoff:** Google will für 10 Millionen US-Dollar einen riesigen Datensatz der insolventen Spirit Airlines kaufen, der unter anderem eine halbe Milliarde Teams-Nachrichten enthält, um seine LLMs mit realen Unternehmensdaten zu trainieren.
- **Das neue Gold:** Der Fall unterstreicht, dass einzigartige, nicht-öffentliche Datensätze extrem wertvoll sind, da das frei verfügbare Internet für das KI-Training weitgehend ausgeschöpft ist. Gleichzeitig wirft der Deal massive Datenschutzfragen auf.
- **KI für Bürgerbeteiligung:** Mit der Plattform [future-feld.de](https://future-feld.de/) haben Max und sein Mitgründer Jan ein partizipatives Kunstprojekt gestartet. Ein Chatbot ermöglicht es jedem, eigene Visionen für die umstrittene Freifläche des Tempelhofer Feldes in Berlin zu erstellen.

## OpenAI und die Monetarisierung: Werbung für ChatGPT kommt nach Europa

OpenAI wagt den nächsten Schritt, um seine gewaltige Nutzerbasis finanziell zu nutzen. Max erklärt, dass ab dem 24. August Werbung in der kostenlosen Version von ChatGPT in 31 europäischen Ländern angezeigt wird. Diese Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf die Kosten-Nutzen-Struktur des Dienstes: Von über 900 Millionen wöchentlichen Nutzern weltweit sind nur etwa 50 Millionen zahlende Kunden. Die große Mehrheit generiert also Kosten, ohne direkt Einnahmen zu bringen. Die Werbeeinblendungen sollen am Ende der von der KI generierten Antworten erscheinen.

Besonders spannend ist dabei die Datenschutz-Frage. OpenAI beteuert, dass die Werbung von den eigentlichen Nutzerprofilen entkoppelt sein wird. Max hält diese Aussage für eine typische Big-Tech-Formulierung und merkt an, dass dies aus Marketingsicht paradox wäre. Im Gegensatz zu einer einfachen Google-Suche verraten Unterhaltungen mit einer KI viel tiefere Einblicke in Interessen, Ausdrucksweisen und persönliche Bedürfnisse. Diese detaillierten Profile wären eine Goldgrube für zielgerichtete Werbung. Es bleibt abzuwarten, wie lange OpenAI an dieser strikten Trennung festhält, wenn der wirtschaftliche Druck steigt.

## Warum sind Insolvenzdaten das neue Gold für KI-Modelle?

Ein Blick auf Google zeigt, wohin die Reise bei der Datensammlung für KI-Training geht. Max berichtet über das Gebot von Google, für 10 Millionen US-Dollar die internen Daten der insolventen Fluggesellschaft Spirit Airlines zu erwerben. Das Paket ist gigantisch: Es umfasst rund 100 Millionen E-Mails und eine halbe Milliarde Teams-Nachrichten, dazu Millionen Zeilen Code, Dokumente und Kalendereinträge.

Der Grund für diesen Kauf ist laut Max simpel: Die großen Sprachmodelle haben das frei verfügbare Internet bereits weitgehend abgegrast. Um die Modelle weiter zu verbessern, benötigen sie neue, einzigartige Datenquellen. Echte, authentische Unternehmenskommunikation ist hier besonders wertvoll. Sie enthält Diskussionen, Management-Entscheidungen, Bewertungen von Handlungen und authentische Dialoge, die den Modellen beibringen können, wirtschaftliche Abläufe und menschliche Interaktionen im beruflichen Kontext besser zu verstehen.

Dieser Deal löst jedoch datenschutzrechtliche Alarmglocken aus. Die Vorstellung, dass die eigene, jahrelang zurückliegende Firmenkommunikation an einen Großkonzern verkauft wird, ist für viele beunruhigend. Google verspricht zwar, die Daten durch einen externen Dienstleister anonymisieren zu lassen, doch Max bezweifelt, dass dies ausreicht. Mithilfe von KI könnten sich auch ohne Klarnamen Rückschlüsse auf Personen, Gehälter oder Meinungen ziehen lassen. Ein Insolvenzgericht muss nun entscheiden, ob der Verkauf zulässig ist.

## Partizipation per KI: Das Projekt Future Feld und die Debatte um das Tempelhofer Feld

Neben den großen Tech-News stellt Max auch ein eigenes Projekt vor, das zeigt, wie KI kreativ und spielerisch für gesellschaftliche Debatten eingesetzt werden kann. Gemeinsam mit seinem Mitgründer Jan hat er die Webseite future-feld.de ins Leben gerufen. Hintergrund ist die seit Jahren schwelende und hochemotionale Debatte in Berlin, was mit dem Tempelhofer Feld - einem riesigen, ehemaligen Flughafengelände - geschehen soll. Die Meinungen reichen von vollständigem Erhalt als Naherholungsgebiet bis hin zu einer teilweisen Bebauung mit Wohnraum.

Das Projekt führt diese Debatte mit einem Chatbot ad absurdum. Nutzer können ihre eigenen, auch völlig verrückten Ideen für das Feld eingeben und erhalten eine KI-generierte Visualisierung ihrer Vision. Das Projekt versteht sich als partizipatives Kunstprojekt, das die Diskussion auflockern und neue Perspektiven ermöglichen soll. Die Resonanz war groß und zog sogar die Aufmerksamkeit des Senders RBB auf sich, der einen Fernsehbeitrag darüber drehte.

## Einblicke hinter die Kulissen eines kreativen KI-Projekts

Max gibt auch einen kleinen Einblick in die Hintergründe des Projekts. In den ersten Tagen wurden bereits über 3.500 Visionen von Nutzern erstellt, von denen viele in einer öffentlichen Galerie sichtbar sind. Finanziert wird das Ganze privat, da potenzielle Unternehmenspartner und Werbeagenturen das Thema Tempelhofer Feld als zu heikel empfanden und eine Kooperation ablehnten.

Für Max und Jan ist das Projekt vor allem ein Experiment. Es ist ein Beispiel dafür, wie KI genutzt werden kann, um Partizipationsprozesse neu zu denken und Menschen auf spielerische Weise in komplexe stadtplanerische Debatten einzubeziehen. Es zeigt, dass neben den großen kommerziellen Anwendungen unzählige kreative und gesellschaftlich relevante Möglichkeiten in der Technologie stecken, die es noch zu entdecken gilt.

## Was du aus dieser Woche mitnehmen kannst

1. **Beobachte die Werbeentwicklung bei KI-Tools:** Wenn du kostenlose KI-Dienste wie ChatGPT nutzt, stelle dich auf Werbeeinblendungen ein. Achte darauf, wie sich diese entwickeln und ob die versprochene Trennung von Nutzerdaten und Werbung eingehalten wird.
2. **Sei dir des Werts deiner Daten bewusst:** Der Fall Google/Spirit Airlines zeigt, dass selbst interne, alte Unternehmenskommunikation einen enormen Wert für das Training von KI hat. Das unterstreicht die Wichtigkeit von Datenschutzrichtlinien, auch nach dem Ende eines Arbeitsverhältnisses oder einer Firma.
3. **Experimentiere selbst mit KI:** Das Projekt Future Feld ist ein tolles Beispiel dafür, wie man KI kreativ und spielerisch einsetzen kann, um an gesellschaftlichen Debatten teilzunehmen oder einfach neue Ideen zu visualisieren. Probiere das Tool auf future-feld.de aus, um ein Gefühl für die kreativen Möglichkeiten zu bekommen.

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  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Ich beschäftige mich beruflich wie privat mit Künstlicher Intelligenz - von konkreten Tools im Arbeitsalltag bis zu den größeren Fragen, die dabei aufkommen. Viele der Themen, die in Podcasts besprochen werden, begegnen mir in Projekten immer wieder. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ordne sie aus der Praxis ein.

[Mehr über das Projekt Botcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  Regulierung und Datenschutz  ](/podcasts/themen/regulierung-datenschutz)
- [  KI-Strategie  ](/podcasts/themen/ki-strategie)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Botcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts rund um Künstliche Intelligenz. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  Auch du, Chatty? So ist es mit Big Tech: Jede revolutionäre Plattform rollt irgendwann den Werbekunden den roten Teppich aus. Nun ist also ChatGPT an der Reihe und führt in 31 neuen Märkten, darunter auch Deutschland, Werbung ein. Kreativer geht Google bei der Suche nach ungeschürften Daten vor, im ihre KI zu füttern. Der Konzern hat die Daten aus der Insolvenzmasse einer US-Airline erworben, Millarden Chatnachrichten von Ex-Angestellten inklusive. Und Host Max Mundhenke hat ein neues Kreativprojekt, mit dem er die niemals endende Debatte um eine Bebauung des Tempelhofer Felds endlich auf KI-Speed bringt.

Weiterführende Links:

[Werbung in ChatGPT](https://www.spiegel.de/netzwelt/apps/chatgpt-ab-montag-erwartet-millionen-nutzer-werbung-a-eda06cda-9558-478b-adf7-53eeb41ffd66)

[Google kauft Sprint-Daten](https://www.reuters.com/legal/litigation/google-buy-spirit-airlines-business-data-10-million-2026-08-17)

Website zu [Future Feld](https://future-feld.de)

Und Max im Interview zum neuen KI-Projekt (folgt)

Produktion: Podstars by OMR