##  Pfadnavigation

1. [ Startseite ](/)
2. [ AI FIRST Podcast ](/podcast/ai-first-podcast)
3. KI-Transformation bei EGYM: Wie Daten physische Produkte verändern

# KI-Transformation bei EGYM: Wie Daten physische Produkte verändern

            **Podcast:**

   [AI FIRST Podcast](/podcast/ai-first-podcast)

              **Erscheinungsdatum:**

   7. August 2026

            **Länge:**

   00:46:56

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://podcasters.spotify.com/pod/show/felix-schlenther/episodes/CEO-von-EGYM-Wer-glaubt--KI-verndert-seinen-Job-nicht--ist-bei-uns-falsch--mit-Philipp-Roesch-Schlanderer-e3n231o)

 ![CEO von EGYM: „Wer glaubt, KI verändert seinen Job nicht, ist bei uns falsch.” (mit Philipp Roesch-Schlanderer)](https://www.botcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-08/41650605-1786007089521-f40592a43763.jpg.webp?itok=XLYRJ6eY)

###   CEO von EGYM: „Wer glaubt, KI verändert seinen Job nicht, ist bei uns falsch.” (mit Philipp Roesch-Schlanderer)

   7. August 2026 · [AI FIRST Podcast](/podcast/ai-first-podcast)

Kann Künstliche Intelligenz ein physisches Produkt wie eine Hantelbank revolutionieren und damit ein ganzes Geschäftsmodell verändern? Im AI FIRST Podcast zeigt Host Felix Schlenther gemeinsam mit seinem Gast Philipp Rösch-Schlanderer, Gründer und CEO des Fitness-Tech-Unternehmens eGym, dass genau das möglich ist. Diese Episode ist mehr als nur ein Gespräch über smarte Fitnessgeräte; sie ist eine Fallstudie darüber, wie eine langfristige Datenstrategie die Grundlage für einen uneinholbaren Wettbewerbsvorteil schafft und KI vom reinen Effizienz-Tool im Büro zum Kern einer physischen Produkterfahrung wird. Du erfährst, wie eGym es schafft, die 80 % der Fitnessstudio-Mitglieder zu erreichen, die ohne Anleitung verloren sind, und wie eine klare Vision für die interne KI-Transformation ein ganzes Unternehmen auf die nächste Stufe hebt - eine unverzichtbare Lektion für alle, die KI nicht nur nutzen, sondern in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen wollen.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Das 80-Prozent-Problem lösen:** Philipps Gründungsgedanke war, Fitness für die große Mehrheit der Nutzer zugänglich und erfolgreich zu machen, die sich keinen Personal Trainer leisten können oder wollen. KI und datengesteuerte Geräte automatisieren die Komplexität des Trainings und stellen Sicherheit und Effektivität sicher.
- **Der uneinholbare Datenvorsprung:** Der wahre Wettbewerbsvorteil von eGym liegt nicht nur in den smarten Geräten, sondern in den 16 Jahren gesammelter, strukturierter Krafttrainingsdaten. Diese einzigartigen Daten ermöglichen es, KI-Modelle zu trainieren, die weit über das hinausgehen, was mit allgemeinen Fitness-Trackern möglich wäre.
- **KI ergänzt, aber ersetzt den Menschen nicht:** Obwohl Technologie den Wissenstransfer und die technische Anleitung eines Personal Trainers übernehmen kann, bleibt die menschliche Komponente bei Motivation und Verbindlichkeit unersetzlich. Ein von Philipp beschriebenes Experiment zeigt, dass Menschen in Momenten der Erschöpfung menschliche Berührung und Anleitung benötigen, die ein KI-Avatar nicht bieten kann.
- **Die interne KI-Transformation als Chefsache:** eGym treibt die KI-Nutzung intern mit einer klaren Strategie voran. Oberste Priorität hat die Integration von KI in das Kernprodukt, gefolgt von der Softwareentwicklung und dann der Effizienzsteigerung in allen anderen Abteilungen. Ein zentrales KI-Team coacht die Abteilungsleiter, die wiederum die Verantwortung für die Transformation ihrer Teams tragen.
- **Vom Fitnessstudio ins Gesundheitswesen:** Die langfristige Vision von eGym geht über reine Fitness hinaus. Ziel ist es, den Gesundheitsmarkt von einem Reparaturbetrieb zu einem Präventionssystem zu wandeln. Aktuelle Projekte wie eine klinische Studie zur Unterstützung von GLP-1-Nutzern (z.B. Ozempic) zeigen diesen Weg deutlich auf.

## Vom New Yorker Fitnessstudio zur KI-gesteuerten Gesundheitsmission

Alles begann vor 16 Jahren in einem New Yorker Fitnessstudio. Philipp Rösch-Schlanderer, damals noch Student, fühlte sich überfordert von der Komplexität des richtigen Trainings. Diese persönliche Erfahrung führte zu einer entscheidenden Erkenntnis: Ein Großteil der Fitnessstudio-Mitglieder bräuchte eigentlich einen Personal Trainer, kann oder will sich diesen aber nicht leisten. Er identifizierte eine klare Aufteilung der Nutzer: 10 % sind Experten, die genau wissen, was sie tun, weitere 10 % engagieren sich aktiv und buchen Trainer. Die restlichen 80 % aber, so erklärt Philipp, trainieren oft planlos, ineffektiv und potenziell sogar gesundheitsschädlich - ein typisches Beispiel ist das wahllose Drücken des Quickstart-Knopfes am Laufband. Die Kernidee von eGym war geboren: Technologie zu nutzen, um diesen 80 % ein sicheres, personalisiertes und vor allem erfolgreiches Trainingserlebnis zu ermöglichen. Dahinter stand von Anfang an eine noch größere Vision: Wenn Fitness für jeden funktioniert, kann man den größten Markt der Welt, das Gesundheitswesen, revolutionieren - weg von der reinen Reparatur von Krankheiten hin zur Prävention.

## Das eGym-Ökosystem: Wie Daten und KI den Personal Trainer demokratisieren

Wie sieht ein Training mit eGym in der Praxis aus? Felix fragt nach der konkreten Nutzererfahrung, die sich grundlegend von herkömmlichen Studios unterscheidet. Der Prozess beginnt mit einer umfassenden Datenerfassung, dem sogenannten eGym Bio Age Check. Innerhalb von 15 Minuten werden Werte zu Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Stoffwechsel erfasst. Zusammen mit persönlichen Zielen und dem gewünschten Trainingsaufwand erstellt eine KI einen personalisierten Trainingsplan für das gesamte Studio.

Das Herzstück sind die eGym-Geräte. Diese stellen sich vollautomatisch auf den Nutzer ein: Sitzposition, Widerstand, Bewegungsradius und sogar die Bewegungsgeschwindigkeit. Philipp betont, wie entscheidend diese Details sind. Falsche Geschwindigkeit oder die Nutzung von Schwung können die Trainingseffizienz um bis zu 30 % reduzieren und Gelenke schädigen. Die eGym-Geräte eliminieren diese Fehlerquellen. Doch das System geht noch weiter. Selbst wenn Nutzer lieber freies Training bevorzugen, werden sie regelmäßig zu den eGym-Geräten geschickt, um Krafttests für einzelne Muskelgruppen durchzuführen. Diese präzisen Daten sind die Nahrung für die KI. Sie ermöglichen es dem System zu lernen, wie gut ein Trainingsplan für einen bestimmten Nutzer funktioniert hat, und ihn kontinuierlich zu optimieren. Dieser Kreislauf aus Datensammlung, personalisierter Empfehlung und Re-Assessment schafft einen sich selbst verbessernden Prozess, der den Nutzer motiviert und zu messbaren Erfolgen führt.

## Die technologische Evolution: 16 Jahre Daten als Fundament für die KI-Zukunft

Der Weg zu diesem hoch entwickelten System war lang. Als eGym vor 16 Jahren startete, war von modernen KI-Modellen wie LLMs noch keine Rede. Die erste Phase basierte auf deterministischer Software - also festen Regeln wie erhöhe das Gewicht alle zwei Einheiten um zwei Prozent. Philipp erklärt, dass schon früh klar war, dass sie eigene Hardware entwickeln mussten. Herkömmliche Geräte boten nur ein One-Way-System (man konnte Daten messen), aber eGym benötigte ein Two-Way-System, um die Maschine aktiv zu steuern. Die entscheidende strategische Weitsicht lag darin, von Anfang an konsequent Daten zu sammeln und sauber zu strukturieren, auch wenn der finale Anwendungsfall noch nicht absehbar war.

Vor etwa vier bis fünf Jahren begann der Übergang zu Machine Learning, um beispielsweise die Berechnung des optimalen Trainingsgewichts zu verfeinern. Mit dem Aufkommen von generativer KI hat sich die Entwicklungsgeschwindigkeit nochmals drastisch erhöht. Heute arbeitet eGym an Funktionen, die es Nutzern ermöglichen, mit ihrem Trainingsplan zu interagieren und per Sprache Fragen zu stellen - etwa warum eine bestimmte Übung empfohlen wird. Dieser riesige, über Jahre aufgebaute und proprietäre Datenschatz ist laut Philipp der entscheidende Wettbewerbsvorteil, der es eGym ermöglicht, neue KI-Entwicklungen schneller als jeder andere für das Krafttraining nutzbar zu machen.

## Mensch vs. Maschine: Wo KI an ihre Grenzen stößt

Trotz aller technologischen Fortschritte sieht Philipp klare Grenzen für den Einsatz von KI. Er unterteilt die Aufgaben eines Personal Trainers in drei Bereiche: Wissenstransfer, Überwachung der Bewegungsausführung und Motivation. Während die ersten beiden Bereiche zunehmend von Technologie abgedeckt werden können, bleibt der menschliche Faktor bei der Motivation unersetzlich. Ein Mensch fungiert als Accountability Partner - einem Termin mit einem echten Trainer sagt man nicht so leicht ab wie man eine App schließt.

Ein von ihm geschildertes Experiment untermauert diese These eindrucksvoll: Unerfahrene Trainierende sollten eine komplexe Bewegung ausführen. Ein KI-Avatar gab per Video und Sprache Feedback zur falschen Haltung. Das Ergebnis: In dem Moment der maximalen körperlichen und kognitiven Anstrengung waren die Probanden nicht in der Lage, die Anweisungen umzusetzen. Erst als eine reale Person vor ihnen stand und die betreffende Körperstelle berührte, konnten sie die Korrektur verarbeiten. Für Philipp ist klar: Die menschliche Interaktion bleibt die Premium Experience. eGym will Trainer nicht ersetzen, sondern den Markt vergrößern, indem es mehr Menschen überhaupt erst zum erfolgreichen Training bringt.

## Praktische Schritte: Die KI-Transformation nach dem eGym-Modell

eGyms KI-Strategie beschränkt sich nicht auf das Produkt, sondern durchdringt das gesamte Unternehmen. Philipp gibt Einblicke in einen Ansatz, der auch für andere Firmen als Blaupause dienen kann. Für ihn ist klar: KI ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit.

1. **Klare Priorisierung setzen:** Der größte Fokus und der Löwenanteil des KI-Budgets (bei eGym 70 %) fließen in die Verbesserung des Kernprodukts. Das ist der Bereich, in dem der größte Wert für den Kunden geschaffen wird. Erst danach folgen die Optimierung interner Prozesse wie der Softwareentwicklung (Nummer 2) und die Effizienzsteigerung in allen anderen Abteilungen (Nummer 3).
2. **Verantwortung der Führungsebene verankern:** Philipp machte eine unmissverständliche Ansage an alle Führungskräfte: Wer glaubt, sein Job würde sich durch KI nicht verändern, ist bei eGym falsch. Wer die Veränderung sieht, aber nicht weiß, wie er sie umsetzen soll, erhält volle Unterstützung. Jede Führungskraft ist dafür verantwortlich, ihr Team sicher durch die Transformation zu führen.
3. **Ein zentrales KI-Enablement-Team aufbauen:** Um diese Transformation zu ermöglichen, hat eGym ein zentrales Team von KI-Experten unter der Leitung eines Head of AI (Raoul) geschaffen. Dieses Team agiert als interner Coach und Dienstleister. Es hilft den Abteilungen, die Projekte mit dem höchsten Return on Investment direkt umzusetzen, und coacht die anderen dabei, ihre eigenen Lösungen zu entwickeln.
4. **Prozesse für Experimente anpassen:** Um schnell voranzukommen, mussten bürokratische Hürden abgebaut werden. Für die Einführung neuer KI-Tools wurden beschleunigte Freigabeprozesse geschaffen, die als Speedboats agieren - sie sind schneller als der große Corporate-Tanker, aber stellen trotzdem sicher, dass grundlegende Anforderungen wie der Datenschutz erfüllt werden.

---

 version="1.0" encoding="UTF-8"?
      .st0 {
        fill: #010101;
      }

      .st1 {
        fill: #b0c0b3;
      }

      .st2 {
        fill: #3b3a3b;
      }

      .st3 {
        fill: #3a3a3a;
      }

      .st4 {
        fill: #5e7185;
      }

      .st5 {
        fill: #f9eddd;
      }

      .st6 {
        fill: #000100;
      }

      .st7 {
        fill: #aebeb3;
      }

      .st8 {
        fill: #fefefe;
      }

      .st9 {
        fill: #7f93a8;
      }

      .st10 {
        fill: #f8f0df;
      }

      .st11 {
        fill: #fbf0df;
      }

      .st12 {
        fill: #afbfb2;
      }

      .st13 {
        fill: #f7eedd;
      }

      .st14 {
        fill: #fdfdfd;
      }
                                                                                   Botcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Ich beschäftige mich beruflich wie privat mit Künstlicher Intelligenz - von konkreten Tools im Arbeitsalltag bis zu den größeren Fragen, die dabei aufkommen. Viele der Themen, die in Podcasts besprochen werden, begegnen mir in Projekten immer wieder. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ordne sie aus der Praxis ein.

[Mehr über das Projekt Botcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  KI-Strategie  ](/podcasts/themen/ki-strategie)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Botcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts rund um Künstliche Intelligenz. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.