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# KI-Strategie bei Cosnova: So befähigen vier Köpfe 1.000 Mitarbeiter

            **Podcast:**

   [AI FIRST Podcast](/podcast/ai-first-podcast)

              **Erscheinungsdatum:**

   22. Mai 2026

            **Länge:**

   00:58:09

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://podcasters.spotify.com/pod/show/felix-schlenther/episodes/Wie-ein-4-kpfiges-KI-Team-bei-cosnova-ber-1-000-Mitarbeiter-fit-macht--ihre-Probleme-mit-KI-zu-lsen-e3jmq0j)

 ![Wie ein 4-köpfiges KI-Team bei cosnova über 1.000 Mitarbeiter fit macht, ihre Probleme mit KI zu lösen](https://www.botcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-08/41650605-1779370710066-760f95ca5c1ec.jpg.webp?itok=RXrMegR9)

###   Wie ein 4-köpfiges KI-Team bei cosnova über 1.000 Mitarbeiter fit macht, ihre Probleme mit KI zu lösen

   22. Mai 2026 · [AI FIRST Podcast](/podcast/ai-first-podcast)

Wie schafft es ein deutsches mittelständisches Unternehmen mit fast 1.000 Mitarbeitenden, künstliche Intelligenz nicht nur in einzelnen Projekten zu nutzen, sondern systematisch in der gesamten Organisation zu verankern? Im AI FIRST Podcast gibt Felix Schlenther gemeinsam mit seinem Gast Christoph Deutschmann, Head of Gen.AI bei Cosnova, tiefe Einblicke in eine bemerkenswert strukturierte KI-Implementierung. Cosnova, bekannt für die Kosmetikmarken essence und Catrice, war einer der ersten Enterprise-Kunden von OpenAI in Deutschland und hat seitdem einen beeindruckenden Weg zurückgelegt. Diese Episode ist mehr als ein Erfahrungsbericht - sie ist eine Blaupause für Entscheider:innen und KI-Verantwortliche, die nach einem praxiserprobten Modell suchen, um generative KI nachhaltig und wirkungsvoll im eigenen Unternehmen zu etablieren. Im Zentrum steht die Frage: Wie kann ein kleines, zentrales Team eine ganze Organisation befähigen, anstatt zum Flaschenhals zu werden?

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Ein kleines Team als Enabler, nicht als Engpass:** Cosnovas vierköpfiges KI-Team versteht sich nicht als zentrale Umsetzungsfabrik, sondern als Befähiger. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Fachabteilungen in die Lage zu versetzen, KI-Lösungen selbst zu entwickeln und zu nutzen, um Skalierung zu ermöglichen und Abhängigkeiten zu vermeiden.
- **Das Drei-Säulen-Modell als strategischer Rahmen:** Die KI-Strategie stützt sich auf drei Säulen: 1. **Implementierung** (Hilfe zur Selbsthilfe für Fachbereiche), 2. **Maturity &amp; Governance** (strategische Reifegradanalyse und Prozesssteuerung) und 3. **Enablement** (gezielte Schulungen und Kompetenzaufbau).
- **Der Reifegrad-Check als Kompass:** Anstatt blind Tools einzuführen, analysiert Christophs Team den KI-Reifegrad jeder Abteilung anhand von sechs Dimensionen (z. B. Skills, Technologie, Strategie). Die entscheidende Erkenntnis liefert die Analyse der Lücke zwischen dem Ist-Zustand und den Ambitionen des Bereichs - ein realistischer Startpunkt für die weitere Entwicklung.
- **Das Champions-Programm zur dezentralen Skalierung:** 64 sorgfältig ausgewählte KI-Champions aus den verschiedenen Fachbereichen bilden das Rückgrat der Initiative. Mit einem festen Zeitbudget von mindestens zehn Stunden pro Monat werden sie intensiv geschult und agieren als Multiplikatoren, erste Ansprechpartner und Vorsortierer für neue Ideen in ihren Teams.
- **Von einfachen Tools zu tiefgreifenden Prozessänderungen:** Der Ansatz ist pragmatisch. Einfache Lösungen wie Custom GPTs sollen Mitarbeitende selbst erstellen. Für komplexere Fragen gibt es eine e-Clinic mit externer Unterstützung. Echte Transformation entsteht jedoch erst, wenn wiederkehrende Einzelanfragen als Signal für ein umfassendes Workflow-Redesign genutzt werden.
- **Die wichtigste Lektion: Top-Down-Strategie vor Bottom-Up-Aktion:** Ein zentrales Learning von Christoph ist, die strategische Verankerung im Top-Management an den Anfang zu stellen. Wenn die Führungsebene die Vision und den Wert von KI klar definiert, entsteht die nötige Akzeptanz und Dringlichkeit, die den Erfolg von Schulungsprogrammen und Initiativen erst ermöglicht.

## Ein kleines Team mit großer Wirkung: Die KI-Strategie von Cosnova

Christoph leitet ein kompaktes Team von vier Personen, das die KI-Transformation für das gesamte Unternehmen mit über 900 Mitarbeitenden vorantreibt. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in ihrer Philosophie: Sie sehen sich als Enabler, nicht als zentrale Umsetzungsabteilung. Würden sie jeden KI-Anwendungsfall selbst bauen, wären sie sofort der größte Engpass im Unternehmen. Stattdessen haben sie ein System entwickelt, das auf dezentrale Befähigung setzt. Ihre Arbeit gliedert sich in drei klare Säulen. Die erste Säule ist die **Implementierung**, bei der sie Fachabteilungen nicht die Arbeit abnehmen, sondern ihnen helfen, eigene Lösungen zu entwickeln. Die zweite, strategische Säule ist **Maturity &amp; Governance**. Hier geht es darum, eine Vision für die Organisation zu entwickeln, aber auch den Reifegrad einzelner Abteilungen zu messen und die Prozesse für die Priorisierung und Freigabe von KI-Projekten zu steuern. Die dritte Säule ist das **Enablement**, das den gezielten Aufbau von Wissen und Fähigkeiten in der gesamten Belegschaft umfasst.

## Der Reifegrad-Check: Wo stehen wir und wo wollen wir hin?

Viele Unternehmen stürzen sich auf Tools, ohne die Grundlagen zu prüfen. Cosnova geht einen anderen Weg. Mit einem Maturity Assessment analysiert Christophs Team, wo die einzelnen Fachbereiche wirklich stehen. Anhand von sechs Dimensionen - darunter technische Infrastruktur, Datenqualität, Mitarbeiter-Skills und die strategische Verankerung von KI - wird ein umfassendes Bild erstellt. Der Prozess kombiniert eine Selbsteinschätzung des Fachbereichs mit einer externen Bewertung durch das KI-Team. Felix hebt hervor, wie wertvoll dieser Abgleich ist. Das Ergebnis ist keine simple Note, sondern der Startpunkt für einen ehrlichen Dialog. Die wirklich spannende Frage ist laut Christoph nicht, ob eine Abteilung bei einer 2 oder 4 steht, sondern wie groß die Lücke zwischen dem aktuellen Stand und der formulierten Ambition ist. Eine große Lücke bedeutet einen hohen Investitionsbedarf an Zeit und Ressourcen. Diese Transparenz führt oft zu einem Realitätscheck und hilft dabei, gemeinsam realistische und fokussierte Ziele für die KI-Entwicklung des Bereichs festzulegen.

## Enablement in der Praxis: Von E-Learning bis zum Champions-Programm

Um die Mitarbeitenden fit für KI zu machen, setzt Cosnova auf ein mehrstufiges Enablement-Programm. Die Basis bilden modularisierte E-Learning-Einheiten. Christoph betont, dass diese bewusst kurz gehalten sind - oft nur 15 Minuten -, um die Einstiegshürde so niedrig wie möglich zu halten. Ergänzt wird dies durch Live-Trainings, in denen das Peer-Learning im Vordergrund steht. In Gruppen an konkreten Problemen zu arbeiten, baut Ängste ab und fördert die praktische Anwendung. Ein weiteres Format, Pulse of AI, kuratiert die Flut an KI-Nachrichten und kontextualisiert sie für Cosnova, um Relevanz zu schaffen.

Das Herzstück der dezentralen Strategie ist jedoch das **Champions-Programm**. 64 Mitarbeitende aus allen Fachbereichen wurden zu KI-Champions ernannt. Sie erhalten tiefergehende Schulungen und haben ein festes Zeitbudget von mindestens zehn Stunden pro Monat. Ihre Rolle ist klar definiert: Sie sind die ersten Ansprechpartner in ihren Teams, helfen bei der Identifikation und ersten Bewertung von Anwendungsfällen und fungieren als Trainer und Multiplikatoren. Jeder neue KI-Projektvorschlag muss beispielsweise zuerst mit dem zuständigen Champion besprochen werden, bevor er an das zentrale Team geht. Dieses Netzwerk ist der entscheidende Hebel, um KI-Kompetenz in der Breite der Organisation zu verankern.

## Vom Custom GPT zum Workflow-Redesign: Die Umsetzung von KI-Projekten

Nicht jeder Anwendungsfall erfordert ein Großprojekt. Cosnova hat eine klare Abstufung etabliert. Einfache Aufgaben, wie die Erstellung eines Custom GPT für eine spezifische Aufgabe, sollen die Mitarbeitenden nach den Schulungen selbstständig bewältigen können. Kommen sie oder ihre Champions nicht weiter, können sie die e-Clinic besuchen - eine Sprechstunde, die von externen Partnern unterstützt wird, um das interne Team zu entlasten. Die eigentliche strategische Arbeit beginnt für Christophs Team jedoch, wenn sie Muster erkennen. Wenn beispielsweise fünf verschiedene Abteilungen ähnliche Custom GPTs bauen wollen, ist das ein starkes Signal. Anstatt 20 Insellösungen zu schaffen, geht das Team proaktiv auf die Bereiche zu und initiiert ein gemeinsames Projekt zum **Workflow-Redesign**. Hier wird der gesamte Prozess neu gedacht und eine integrierte, skalierbare Lösung entwickelt. Dies sind die Projekte, in denen der größte Hebel für Effizienz und Innovation liegt.

## Werte, Wissen, Daten: Die neuen organisatorischen Herausforderungen

Die fortschreitende KI-Implementierung verändert auch die Denkweise über grundlegende organisatorische Themen wie Daten und Wissen. Christoph erklärt, dass die Diskussionen sich wandeln. Plötzlich erkennen Abteilungen wie HR, dass Wissen nicht in PowerPoint-Folien auf einem Intranet leben sollte, wenn es für eine KI nutzbar sein soll. Die richtigen Fragen werden gestellt, auch wenn die Lösungen noch nicht final entwickelt sind. Ein besonders eindringliches Beispiel betrifft die Unternehmenswerte. Wenn ein Chatbot im Namen von Cosnova mit externen Partnern kommuniziert, muss er die Unternehmenswerte wie Diversität nicht nur kennen, sondern auch richtig interpretieren. Anders als Menschen, die Werte im Dialog ständig abgleichen, benötigt eine KI explizite Anweisungen und einen Lernzyklus. Die Organisation muss definieren, was ein Wert wie Diversität in konkreten Handlungen bedeutet, und der KI beibringen, danach zu agieren. Dies zeigt, dass die KI-Transformation weit über technische Aspekte hinausgeht und eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit der eigenen Unternehmenskultur erfordert.

## Praktische Schritte zur KI-Implementierung

1. **Strategische Verankerung sicherstellen:** Beginne ganz oben. Bevor Du mit breiten Schulungsmaßnahmen startest, schaffe ein klares Verständnis und Commitment in der Führungsebene. Die Frage Warum machen wir das und was ist es uns wert? muss beantwortet sein.
2. **Ein zentrales Enabler-Team bilden:** Formiere ein kleines, agiles Team, dessen Hauptaufgabe nicht die Umsetzung, sondern die Befähigung der Organisation ist. Definiere dessen Rolle klar als Coach, Berater und Orchestrator.
3. **Reifegrad analysieren:** Führe eine ehrliche Bestandsaufnahme durch. Nutze ein Reifegradmodell, um zu verstehen, wo die einzelnen Bereiche in Bezug auf Skills, Daten und Prozesse stehen. Konzentriere dich auf die Lücke zwischen Ist-Zustand und Ambition.
4. **Ein Champions-Programm aufsetzen:** Identifiziere motivierte Mitarbeitende in allen Abteilungen und baue sie zu Multiplikatoren auf. Gib ihnen ein offizielles Mandat, ein festes Zeitbudget und klare Verantwortlichkeiten, um ihre Rolle ernsthaft ausfüllen zu können.
5. **Ein skalierbares Schulungsprogramm schaffen:** Biete eine Mischung aus niedrigschwelligen, selbstgesteuerten Lernformaten (z. B. kurze E-Learnings) und interaktiven Workshops. Richte die Inhalte gezielt auf die Bedürfnisse der verschiedenen Rollen und Abteilungen aus.
6. **Unterstützungsstrukturen etablieren:** Sorge für klare Anlaufstellen. Definiere, welche Probleme Mitarbeitende selbst lösen sollen, wo Champions helfen und wann spezialisierte Unterstützung (wie eine e-Clinic) greift.
7. **Fokus auf Workflow-Redesign legen:** Schau über die Automatisierung einzelner Aufgaben hinaus. Nutze die Anfragen aus der Organisation als Datenpunkte, um Muster zu erkennen und ganze Prozesse grundlegend neu zu gestalten. Dort liegt das größte Transformationspotenzial.

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  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Ich beschäftige mich beruflich wie privat mit Künstlicher Intelligenz - von konkreten Tools im Arbeitsalltag bis zu den größeren Fragen, die dabei aufkommen. Viele der Themen, die in Podcasts besprochen werden, begegnen mir in Projekten immer wieder. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ordne sie aus der Praxis ein.

[Mehr über das Projekt Botcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  KI-Strategie  ](/podcasts/themen/ki-strategie)
- [  Mitarbeitende befähigen  ](/podcasts/themen/mitarbeitende-befaehigen)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

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