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# IAV: Strategien für die unternehmensweite KI-Integration

            **Podcast:**

   [AI to the DNA](/podcast/ai-dna)

              **Erscheinungsdatum:**

   13. März 2026

            **Länge:**

   01:03:38

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://attd.fm/episodes/makerspace-eigenverantwortung-und-der-mut-alles-nochmal-neu-zu-bauen-wie-iav-zur-ai-infused-company-wird-saskia-kohlhaas-cdo-cio-iav)

 ![Makerspace, Eigenverantwortung und der Mut, alles nochmal neu zu bauen: Wie IAV zur AI Infused Company wird | Saskia Kohlhaas, IAV](https://www.botcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-08/N2Y3OC5qcGc.jpg.webp?itok=gK8m32Ij)

###   Makerspace, Eigenverantwortung und der Mut, alles nochmal neu zu bauen: Wie IAV zur AI Infused Company wird | Saskia Kohlhaas, IAV

   13. März 2026 · [AI to the DNA](/podcast/ai-dna)

Wie schafft es ein Unternehmen aus der hochregulierten Automobilbranche, nicht nur KI zu nutzen, sondern eine eigene Plattform für KI-Agenten zu entwickeln und diese sicher im gesamten Betrieb auszurollen? Im Podcast *AI to the DNA* taucht Host Christoph Magnussen tief in die Praxis ein und spricht mit Saskia Kuhl, CIO und CDO des Automobil- und Verkehrstechnik-Spezialisten IAV. Sie treibt die Vision einer AI infused company voran und gibt detaillierte Einblicke in die technischen, sicherheitsrelevanten und kulturellen Herausforderungen. Diese Folge ist ein Muss für alle Entscheider und KI-Interessierten, die verstehen wollen, wie man von der reinen Tool-Nutzung zur strategischen, unternehmensweiten KI-Integration gelangt.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Eigene Agenten-Plattform:** IAV hat eine interne Plattform entwickelt, die es allen Mitarbeitenden ermöglicht, schnell und sicher eigene KI-Agenten für spezifische Aufgaben zu erstellen - vom einfachen Helfer, der auf eigenen Dokumenten basiert, bis hin zu komplexen Coding-Agenten.
- **Technologieoffenheit als Strategie:** Anstatt sich auf ein einziges KI-Modell festzulegen, testet und nutzt IAV eine Vielzahl von Modellen, unter anderem von OpenAI (Codex), Anthropic und sogar Anbietern aus China. Die Infrastruktur ist so gebaut, dass Modelle je nach Anwendungsfall flexibel ausgetauscht werden können.
- **Sicherheit hat oberste Priorität:** Angesichts der durch KI beschleunigten Cyberangriffe setzt IAV auf eine proaktive Sicherheitsstrategie. KI-native Tools werden genutzt, um KI-basierte Bedrohungen abzuwehren. Ein strenges Governance-Modell stellt sicher, dass Agenten nur innerhalb klar definierter Grenzen agieren und Daten das Unternehmen nicht unkontrolliert verlassen.
- **Datenqualität ist das Fundament:** Saskia betont, dass selbst die fortschrittlichste KI keine schlechte Datenqualität ausgleichen kann. Die sorgfältige Aufbereitung und Strukturierung von Unternehmensdaten, beispielsweise für RAG-Systeme (Retrieval-Augmented Generation), ist eine kritische und nicht automatisierbare Voraussetzung für den Erfolg.
- **Kultur des Experimentierens:** Der Wandel wird durch eine Kultur vorangetrieben, die Experimente und schnelles Lernen fördert. In internen Communities wie einem Makerspace können Teams neue Ideen ausprobieren, Erfahrungen austauschen und Lösungen entwickeln, was die Innovationsgeschwindigkeit enorm erhöht.

## Von der Vision zur Realität: IAVs Weg zur KI-infundierten Firma

Der Anstoß für die intensive Beschäftigung mit KI bei IAV kam nicht aus reiner Technikbegeisterung, sondern aus handfestem wirtschaftlichem Druck. Saskia Kuhl erklärt, dass die schnellen Marktveränderungen im Automobilumfeld das Unternehmen zwangen, neue Wege für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu finden. Generative KI wurde dabei als eine Schlüsseltechnologie identifiziert. Der erste Schritt war ein Leuchtturmprojekt: Auf einer Führungskräfteveranstaltung wurde den Managern ein sicherer Zugang zu ChatGPT bereitgestellt. Dieser Aha-Moment demonstrierte eindrücklich das Potenzial und schuf die nötige Akzeptanz, um das Thema unternehmensweit voranzutreiben. Von Anfang an wurden dabei alle relevanten Parteien wie die Mitbestimmung, der Datenschutz und die Unternehmenssicherheit ins Boot geholt, um einen robusten und konformen Rahmen zu schaffen.

## Die technische Infrastruktur: Eigene Agenten-Plattform und Modell-Vielfalt

Das Herzstück der KI-Strategie von IAV ist eine selbst entwickelte Agenten-Plattform. Diese ermöglicht es den Mitarbeitenden, ohne tiefes technisches Wissen eigene kleine Helfer-Agenten zu bauen, die beispielsweise auf spezifische interne Dokumente zugreifen können. Ein zentrales Element ist zudem eine spezialisierte Coding-Agenten-Plattform, die auf Tools wie OpenAI Codex basiert. Saskia erläutert, dass die Entscheidung für Codex fiel, weil es nicht nur ein starkes Modell ist, sondern auch ein umfassendes Framework mitbringt, das die Entwicklung beschleunigt. Statt alles von Grund auf neu zu bauen, konnte ihr Team auf einer soliden Basis aufsetzen.

Diese Plattform ist so konzipiert, dass sie verschiedene große Sprachmodelle (LLMs) anbinden kann, auch über das sogenannte Model Context Protocol (MCP). Das Wissen des Unternehmens wird über RAG-Systeme (Retrieval-Augmented Generation) zugänglich gemacht. Dabei werden interne Daten in einer speziellen Vektordatenbank abgelegt, sodass die KI sie im richtigen Kontext abrufen und nutzen kann. Die Infrastruktur ist hybrid aufgestellt: Modelle laufen sowohl in den eigenen Rechenzentren (on-premise) als auch in sicheren Umgebungen bei Hyperscalern. Diese Flexibilität erlaubt es IAV, für jeden Anwendungsfall - sei es logisches Schließen (Reasoning) oder Programmierung - das jeweils leistungsstärkste Modell zu wählen und bei Bedarf schnell zu wechseln.

## Sicherheit im Zeitalter der KI: Ein ständiger Wettlauf

Für Saskia Kuhl ist klar: KI verändert nicht nur die Art, wie wir arbeiten, sondern auch die Landschaft der Cybersicherheit. Angreifer können KI nutzen, um mit geringem Aufwand hochentwickelte Attacken durchzuführen. IAV begegnet dieser Bedrohung, indem das Unternehmen selbst auf KI-gestützte Sicherheitstools setzt. Es ist ein ständiger Wettlauf, bei dem man nur mithalten kann, wenn man die gleichen Waffen nutzt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Absicherung der KI-Agenten selbst. Risiken wie Prompt Injections, bei denen Angreifer durch geschickte Eingaben die Kontrolle über einen Agenten übernehmen, werden ernst genommen. Deshalb wurde eine strenge Governance etabliert, die sicherstellt, dass jeder Agent nur die Rechte besitzt, die er für seine Aufgabe unbedingt benötigt. Diese Sicherheitsarchitektur wird in enger Zusammenarbeit mit großen, spezialisierten Partnern entwickelt, da ein einzelnes Unternehmen diese globale Herausforderung kaum allein stemmen kann.

## Kultur, Kompetenz und der Mensch im Mittelpunkt

Technologie allein reicht nicht aus; es braucht auch die richtigen Menschen und die passende Kultur. IAV fördert gezielt eine Umgebung, in der Experimentieren und Lernen im Vordergrund stehen. Ein von Saskia ins Leben gerufener Makerspace dient als Community, in der Mitarbeitende neue Ideen ausprobieren und ihre Projekte vorstellen. Dieser Freiraum, auch mal Fehler machen zu dürfen, sei entscheidend für die Innovationskraft. Saskia berichtet, dass KI die Lernkurve für junge Entwickler:innen enorm beschleunigt und sie schneller auf ein mittleres Level bringt. Gleichzeitig betont sie, dass mit zunehmender Automatisierung klassische menschliche Fähigkeiten wie Führung, Empathie und kritisches Denken wichtiger werden denn je. Wissen sei durch KI quasi unbegrenzt verfügbar, doch die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und zur ethischen Einordnung bleibt eine rein menschliche Domäne.

## Praktische Schritte zur KI-Implementierung

Aus den Erfahrungen von Saskia Kuhl bei IAV lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen für andere Unternehmen ableiten, die KI erfolgreich implementieren wollen:

1. **Mit Leuchtturmprojekten starten:** Wähle ein sichtbares, verständliches Projekt, um das Potenzial von KI greifbar zu machen und die Unterstützung des Managements zu gewinnen. Ein einfacher, aber sicherer Zugang zu einem Tool wie ChatGPT für Führungskräfte kann wahre Aha-Momente auslösen.
2. **Alle Stakeholder frühzeitig einbinden:** Beziehe von Anfang an Abteilungen wie Datenschutz, IT-Sicherheit und den Betriebsrat mit ein. Das schafft Vertrauen, stellt die Einhaltung von Regularien sicher und vermeidet spätere Blockaden.
3. **Eine Kultur des Experimentierens fördern:** Schaffe Freiräume wie interne Communities oder Makerspaces, in denen Mitarbeitende neue KI-Tools und -Anwendungen angstfrei ausprobieren können. Gib ihnen die Verantwortung und die Freiheit, auch mal unkonventionelle Wege zu gehen.
4. **In eine flexible und sichere Infrastruktur investieren:** Baue eine technische Grundlage, die es dir erlaubt, verschiedene KI-Modelle sicher zu betreiben - sei es im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud. Die Fähigkeit, Modelle je nach Bedarf austauschen zu können, ist ein entscheidender strategischer Vorteil.
5. **Datenqualität als Priorität behandeln:** Erkenne an, dass der Erfolg jeder KI-Anwendung von der Qualität deiner Daten abhängt. Investiere in die Säuberung, Strukturierung und Verwaltung deiner Datenbestände, denn das ist die Grundlage, auf der alles andere aufbaut.

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  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Ich beschäftige mich beruflich wie privat mit Künstlicher Intelligenz - von konkreten Tools im Arbeitsalltag bis zu den größeren Fragen, die dabei aufkommen. Viele der Themen, die in Podcasts besprochen werden, begegnen mir in Projekten immer wieder. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ordne sie aus der Praxis ein.

[Mehr über das Projekt Botcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  KI-Agenten und Automatisierung  ](/podcasts/themen/ki-agenten-automatisierung)
- [  KI-Strategie  ](/podcasts/themen/ki-strategie)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Botcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts rund um Künstliche Intelligenz. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  Was passiert, wenn eine CIO sagt: „Reißt alles nochmal ein, wir bauen es neu“? Wie schafft man es, trotz DSGVO, Mitbestimmung und technischer Schulden eine eigene Agent-Plattform im Unternehmen auszurollen? Und warum ist Datenqualität immer noch das Thema, an dem die schönste KI-Strategie scheitert?

Zu diesen und weiteren Fragen spreche ich in dieser Episode von „AI to the DNA", dem Podcast für alle, die Künstliche Intelligenz wirklich verstehen und anwenden wollen, mit Saskia Kohlhaas. Saskia ist CIO und CDO der IAV GmbH, einem der führenden Engineering-Dienstleister der Automobilindustrie, wurde 2025 als „CIO des Jahres“ in der Kategorie Mittelstand ausgezeichnet und treibt den Wandel zur AI Infused Company konsequent voran.

[Diesen Podcast gibt es auch als Video-Podcast auf meinem YouTube Kanal.](https://www.youtube.com/watch?v=e25V2DqqV_8 "Diesen Podcast gibt es auch als Video-Podcast auf meinem YouTube Kanal.")

Wir sprechen darüber, wie IAV von einer klassischen Betriebs-IT zu einer eigenen Agent-Plattform mit MCP-Server-Anbindung gekommen ist, warum die erste ChatGPT-Demo auf einer Führungskräfte-Veranstaltung 2023 ein entscheidender Türöffner war und wie Saskia alle Stakeholder von der Mitbestimmung bis zur Unternehmenssicherheit früh ins Boot geholt hat.

Außerdem diskutieren wir, warum IAV gerade Coding-Agent-Plattformen wie Codex evaluiert, wie sich Junior- und Senior-Entwickler:innen durch KI unterschiedlich stark beschleunigen und warum trotzdem „Human in the Loop“ nicht verschwinden wird. Saskia gibt ehrliche Einblicke in die Security-Herausforderungen durch autonome Agenten von Prompt Injections bis zur Governance-Frage, welche Rechte ein Agent im Unternehmen haben darf.

Darüber hinaus ordnen wir gemeinsam die geopolitische Lage ein: Warum Amerika und China bei Infrastruktur und Geschwindigkeit so weit voraus sind, wo Europas Stärken in der Forschung liegen und warum Saskia trotzdem keine Blase sieht, sondern eine industrielle Revolution. Wir reden über Bildung, KI-Natives und darüber, was Kinder in der Schule wirklich lernen sollten.

Hier bei AI to the DNA will ich, Christoph Magnussen, tiefer in die Materie KI eintauchen. Mich interessiert nicht nur, wie man KI nutzt, sondern warum sie so funktioniert, wie sie funktioniert. Mit AI to the DNA gewinnt ihr Einblicke in die Natur der Künstlichen Intelligenz und erfahrt, wie sie Teil eurer DNA wird. So werdet ihr von neugierigen Tool-Tourist:innen zu echten AI-Anwendungsweltmeister:innen.

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⭐️ Wenn dir AI to the DNA gefällt, freuen wir uns über eine **5-Sterne-Bewertung**. Damit hilfst du uns enorm, den Podcast sichtbarer zu machen und noch mehr Menschen mit unseren Themen zu erreichen. Danke für deinen Support!

- (00:00) - Intro
- (01:43) - CIO of the Year: Warum dieses Gespräch längst überfällig war
- (03:14) - Von der Wisdom-Bot-Idee zur eigenen Agent-Plattform mit MCP
- (04:42) - Game-Changer GenAI: Erste Schritte trotz DSGVO und Mitbestimmung
- (07:28) - 2,5 Millionen Modelle auf Hugging Face: Teamaufbau und Modellstrategie
- (10:05) - Modelle aus China und Hyperscaler: „Die funken nicht nach draußen"
- (11:13) - Eine Milliarde Tokens durchgecodet: Tempo, Tools und Community
- (14:27) - Codex vs. Claude Code: Evaluierung der Coding-Agent-Plattformen
- (17:12) - Nach 4 Minuten 50 war das Spiel fertig: Agenten erklärt fürs Partygespräch
- (18:47) - Vibe Coding, Human in the Loop und der Effizienzsprung bei Entwickler:innen
- (24:56) - Cybersecurity im KI-Zeitalter: Prompt Injections und Agent-Governance
- (30:18) - Experimentieren am offenen Herzen: KI-Sicherheit im privaten Umfeld
- (33:47) - Schulstunde mit KI: Was Kinder probieren und Eltern verstehen sollten
- (37:43) - USA, China, Europa: Wer skaliert, wer forscht, wer reguliert?
- (43:59) - Blase oder industrielle Revolution? Energie, Infrastruktur und die Zukunft
- (48:59) - RAG, Vektordatenbanken und MCP: Unternehmenswissen für LLMs erschließen
- (51:03) - Datenqualität: Warum KI schlechte Daten nicht retten kann
- (56:50) - Voice, Audio-Modelle und das Auto als KI-Interface
- (59:50) - Von der Betriebs-IT zur Agilität: Eigenverantwortung und der Mut zum Neuanfang
- (01:03:28) - 5,7 Milliarden Entwickler? Zukunft der Arbeit und Abschied